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13. Spieltag: SF Ammeloe II – SG Gronau III

Später Ausgleich kostet der Zweiten wertvolle Punkte

An diesem Sonntag wurde es richtig spannend am Ammeloer Sportplatz, denn auf unsere Zweite wartete das extrem wichtige Keller-Duell gegen den Vorletzten SG Gronau III. Es war die riesengroße Chance den Negativ-Lauf von acht Pleiten aus den letzten neun Spielen mit einem Schlag vergessen zu machen.
Viel schlechter hätte die Partie aus Ammeloer Sicht gar nicht starten können. Ein Gronauer Freistoß wurde zunächst abgeblockt, jedoch versenkten die Gäste den Abpraller per Volleyschuss aus 20 Metern genau neben den Pfosten (5.). Mein Gott, wie oft denn noch??? Zum x-ten Mal in dieser Saison müssen wir ein Gegentor per Sonntagsschuss schlucken. Unser eigenes Selbstvertrauen ist ohnehin schon fast auf dem Nullpunkt angekommen, da war dieser frühe Rückschlag nicht gerade förderlich. Das Spiel plätscherte in der Folge auf ganz schwachem Niveau so vor sich hin. Die Gäste machten insgesamt sogar den leicht besseren Eindruck, hatten aber genau wie wir kaum mal einen nennenswerten Abschluss. Wenn aus dem Spiel heraus nichts funktioniert, dann muss eben mal ein Standard herhalten. Eine scharfe Freistoß-Hereingabe von Crone landete unberührt zum Ausgleich im langen Eck (39.). Die letzte Aktion im ersten Durchgang war ein Freistoß von Steffen, den er knapp am Tor vorbeidrosch (45.+2). So ging es mit dem 1:1 in die Halbzeit.
Zu Beginn des zweiten Durchgangs wurde unsere Mannschaft etwas besser. Nach zwei Halbchancen von Hinz (48., 53.) schaffte unsere Zweite im dritten Anlauf die Führung. Steffen legte ein sehenswertes Solo aus der eigenen Hälfte hin, bis ihm von Tenne der Ball abgenommen wurde und dieser per Außenrist-Schlenzer aus 16 Metern zum 2:1 ausholte (59.). Durch den Führungstreffer boten sich der Zweiten noch mehr Räume als ohnehin schon, da die Gäste nun mehr Risiko gehen mussten. Auf der Niveau-Skala nach unten gibt es eigentlich kaum noch Platz zu beschreiben, wie schlecht wir die unzähligen Kontersituationen ausgespielt haben. Wenn wir dann mal durchkamen, hatten wir kein Glück im Abschluss. Crone scheiterte aus spitzem Winkel am Keeper (64.), bei der anschließenden Ecke parierte der SG-Torwart einen Jannick-Kopfball bärenstark (65.) und Steffen hatte bei seinem Kracher ans Lattenkreuz (83.) großes Pech. Längst hätte man einen der Konter für die Entscheidung nutzen müssen, doch so wurde es mit der knappen Führung eine Zitterpartie. Unsere Abwehrarbeit sah zwar nicht immer souverän aus, aber dennoch hatten die Gäste fast keine Torchancen, um zum Ausgleich zu kommen – bis zur verhängnisvollen 89. Minute. Der Stürmer war einen entscheidenden Schritt voraus und spitzelte den Ball nach einer Hereingabe von außen aus akut abseitsverdächtiger Position zum 2:2-Endstand in die Maschen (89.). Das kommt davon und ist irgendwo auch eine gerechte Strafe!
Den Punkt können wir uns sonst wo hinschmieren. Selbst schuld und Riesenchance verpasst, kann man da nur sagen. Wenn man solche Gegner nicht besiegt, hat man es sich auch nicht anders verdient, als im Tabellenkeller zu schmoren. Wir haben in vielen Spielen trotz Niederlagen ganz gut ausgesehen, aber was wir in den letzten zwei bis drei Wochen auf den Platz bringen, ist einfach zu schlecht für die Kreisliga C. 
Auf die Zweite wartet nun das Derby gegen FC Vreden II. Obwohl wir in der letzten Saison beide direkten Duelle denkbar knapp und sehr spät verloren haben, lagen wir in der Abschlusstabelle vor dem Ortsrivalen. Das wird in dieser Spielzeit nicht möglich sein, denn die Vredener haben massive Verstärkung in Form von gestandenen A-Liga-Spielern bekommen und profitieren außerdem regelmäßig von Abstellungen ihrer starken ersten Mannschaft. Die FC-Reserve holte 25 Punkte aus den letzten neun Spielen und ist nur wegen des mäßigen Saisonstarts lediglich Dritter. Unsere Mannschaft ist klarer Außenseiter und hat zumindest auf dem Papier eigentlich keine Chance. Anstoß ist Sonntag um 13 Uhr im Vredener Freibad-Stadion. Ach ne, das heißt ja jetzt epcan-Arena.
 
SF Ammeloe II – SG Gronau III    2:2
Tore: 0:1 Osmani (5.), 1:1 Crone (39.), 2:1 Tenhumberg (59.), 2:2 Sleyman (89.)
Aufstellung: Heidemann – Tenhumberg, Temmink, Völkering, Tenspolde – Dechering, Ostendorf, Wißing, Hinz, Koppers – Tenbeitel
Wechselspieler: Crone, Enxing, Hauk
 
Verfasser: C. Tenspolde

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