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11. Spieltag: SF Ammeloe II – Germania Asbeck

Glücklose Zweite kassiert nächste Niederlage

An diesem Sonntag empfing unsere Zweite Germania Asbeck. Auf die Partie gegen die einzige erste Mannschaft in unserer Liga freuten wir uns ganz besonders, denn zu so einem Spiel kommen ein paar Zuschauer mehr als sonst.
Bei wunderbarem Wetter sah das Publikum am sehr gut besuchten Sportplatz eine äußerst muntere Anfangsphase. Die erste Chance verbuchten die Gäste mit einem Schuss am Tor vorbei (4.). Im Gegenzug zog Steffen nach innen und prüfte aus 16 Metern den gegnerischen Keeper (5.). Steffen tauchte kurz darauf frei am gegnerischen Fünfer auf, aber der Keeper fischte den Ball noch sensationell aus dem kurzen Eck (7.). Bei der anschließenden Ecke kam Steffen zum Kopfball und nur mit viel Glück rettete Asbeck auf der Linie (7.). Auf der anderen Seite landete ein Schuss nach einer Ecke in Borgis Armen (12.). Ein weiterer Konter führte zur nächsten Riesenchance der Sportfreunde, aber wieder gewann der Keeper das Duell gegen Steffen (13.). Die inzwischen vierte Ammeloer Großchance verschenkte Martin fahrlässig mit einem verunglückten Querpass (19.). Eigentlich hätte sich unser Team längst für die bärenstarke Anfangsphase belohnen müssen, aber stattdessen nahm nun das Unheil seinen Lauf. Nach einer scharfen Flanke kam es in unserem Strafraum zu einem Pressschlag und für einen kurzen Moment wusste niemand, wo der Ball jetzt ist. Der Stürmer von Asbeck hat den Ball nicht einmal richtig gesehen, als er ihn beim orientierungslosen Umherdrehen so glücklich mit dem Außenrist touchierte, dass die Kugel durch Borgis Hosenträger zur Gäste-Führung ins Tor kullerte (25.). Welch ein Dusel-Tor! Wer glaubte, es könnte aus Ammeloer Sicht nun gar nicht mehr unglücklicher laufen, wurde zwei Minuten später eines Besseren belehrt. Bei einer misslungenen Flanke der Asbecker wurde Riez aus kurzer Distanz so blöd abgeschossen, dass der abgefälschte Ball unhaltbar ins kurze Eck segelte (27.). Geht es eigentlich noch bitterer? Ja, aber klar doch! Der obligatorische wöchentliche Sonntagsschuss der gegnerischen Mannschaft fehlte ja noch. Aus 25 Metern ein Traumtor haargenau in den Knick – 0:3 (32.). Da müssen irgendwelche höheren Mächte im Spiel sein, denn normal ist das schon lange nicht mehr. Solche Nackenschläge sind nur schwer zu verdauen und das konnte man unserem Team in der Folge auch anmerken. Dennoch gelang noch vor der Pause das 1:3, weil ein Asbecker einen Schussversuch mit dem Arm abblockte und Jannick den fälligen Handelfmeter locker verwandelte (38.). Mit dem 1:3-Zwischenstand ging es in die Halbzeit.
Im zweiten Durchgang musste unsere Zweite aufmachen, um vielleicht ein Comeback zu schaffen. Nach ca. einer Stunde hatte unsere Mannschaft eine richtig starke Phase und reihenweise die Chance das Anschlusstor zu erzielen. Jannicks Distanzschuss hielt der Keeper im Nachfassen (58.), Martin scheiterte alleine vor dem Torwart (59.), wiederum Martin verzog von halblinks knapp drüber (61.) und Luis verpasst die scharfe Hereingabe von Steffen um Haaresbreite (62.). Ansonsten schlichen sich zu viele einfache Fehlpässe in unser Spiel ein, um noch mehr Gefahr heraufbeschwören zu können. Germania lauerte unterdessen auf Konter und vergab dabei dicke Chancen auf den vierten Treffer (57., 68.). Zwanzig Minuten vor dem Ende wurden durch einen haarsträubenden Fehlpass die Bemühungen der Zweiten gestoppt. Asbeck nutzte diese Einladung aus und verwandelte aus 18 Metern genau flach unten ins Eck (70.). Noch war das Ding nicht ganz entschieden, denn Steffen sorgte mit einem schönen Schuss von der Strafraumgrenze für das 2:4 (72.). Allerdings mussten wir weiterhin volles Risiko spielen, sodass Asbeck gut herausgespielte Konter zunächst kläglich vergab (75.), aber im nächsten Anlauf zum 2:5-Endstand verwertete (77.).
Was soll man nach diesem Spiel groß analysieren? Der Verlauf der ersten Halbzeit war mal wieder aberwitzig. Unsere eklatante Unfähigkeit vor dem gegnerischen Tor gepaart mit unfassbarem Pech in der Defensive sorgte für den deutlichen Pausenrückstand. Mit dieser Hypothek konnten wir im zweiten Durchgang trotz einiger guter Gelegenheiten den Anschluss nicht mehr herstellen. Asbeck nutzte unsere Fehler und den Platz zum Kontern routiniert aus.
Es hilft ja alles nichts, denn nächsten Sonntag geht es weiter. Unsere Reserve ist dann bereits zum zweiten Mal in dieser Saison bei Eintracht Stadtlohn zu Gast. Gegen Eintrachts Vierte gab es zum Saisonauftakt den klaren 5:0-Sieg, nun treffen wir auf die deutlich stärkere Zweite. Zuletzt haben wir gegen dieses Team nicht besonders gut ausgesehen und beide Duelle in der Vorsaison verloren. Weil die beiden Tabellenletzten nächste Woche gegeneinander spielen, könnte es bei einer weiteren Niederlage für uns allmählich ungemütlich werden. Umso wichtiger wäre es, sich mit einem überraschenden Punktgewinn gegen den Tabellensiebten ein wenig Luft im Abstiegskampf verschaffen. Anstoß ist Sonntag um 12:30 Uhr im Wessendorf-Stadion.
 
SF Ammeloe II – Germania Asbeck    2:5
Tore: 0:1 Reers (25.), 0:2 Lindenbaum (27.), 0:3 Wolter (32.), 1:3 Wißing (38., Elfmeter), 1:4 Klöpper (70.), 2:4 Koppers (72.), 2:5 Lindenbaum (77.)
Aufstellung: M. Nagenborg – Tenhumberg, Dechering, Tenspolde, Bröcking – Winters, Völkering, Schmäing, Wißing, Koppers – Tenbeitel
Wechselspieler: Enxing, D. Niestegge, Heidemann
 
Verfasser: Chris Tenspolde

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