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25. Spieltag: Germania Asbeck – SF Ammeloe II

Zweite stemmt sich vergebens gegen eine Niederlage

An diesem Sonntag war unsere Zweite beim Tabellenfünften Germania Asbeck zu Gast. Auf unsere Mannschaft wartete eine richtig schwierige Aufgabe, denn das Asbecker Waldstadion ist eine regelrechte Festung. Germania ist in dieser Saison zu Hause ungeschlagen und hat bisher nur gegen das Spitzenduo TG Almsick und SW Holtwick II Punkte abgegeben.
Trainer Zilli durfte mal wieder ordentlich improvisieren. Unsere eigene Ausfallliste ist eigentlich schon lang genug. Hinzu gesellten sich weitere Abgaben an die durch Sperren gebeutelte erste Mannschaft. Es ist zurzeit so ein bisschen wie bei Preisverleihungen: jeder, der gerade zufällig in der Stadt ist, kann bei uns ganz schnell in die Startelf gespült werden. 
Zu Beginn konnten wir mit unserem Rumpf-Team dem klaren Favoriten nichts entgegensetzen und servierten obendrein den Asbeckern als Gastgeschenk die Führung auf dem Silbertablett. Eine haarsträubende, viel zu kurze Kopfball-Rückgabe wurde abgefangen und schon stand es 1:0 (9.). Auch danach diktierte Germania das Geschehen und Borgi verhinderte mit einer tollen Fußabwehr den zweiten Treffer (12.). Dieser fiel jedoch ein paar Minuten später nach einer Ecke, als der Ball im Fünfer abgelenkt wurde und genau auf dem Fuß des Asbecker Stürmers landete (19.). Nach der ersten Trinkpause kam Crone von seinem (Nicht)-Einsatz in der Ersten und schon wurde unser Spiel drei Klassen besser, sodass die Partie eine überraschende Wendung nahm. Die Gastgeber verloren ihre klare Überlegenheit und plötzlich waren wir über weite Strecken die etwas bessere Mannschaft. Nach einem klasse Diagonalball von Jannick war Crone alleine durch und erzielte das 1:2 aus Ammeloer Sicht (32.). Mit diesem Ergebnis ging es schließlich in die Pause.
Zu Beginn der zweiten Hälfte war weiterhin unser Team spielbestimmend und drängte auf den Ausgleich. Ossy stand plötzlich völlig alleine vorm Torwart, doch sein Lupfer-Versuch wurde gehalten. Der Nachschuss von Wantia wurde im letzten Moment von der Linie gekratzt und der dritte Versuch von Altherren-Aushilfe Stefan verfehlte den Kasten (52.). Nur fünf Minuten später wurde Martin wunderbar freigespielt, doch er scheiterte an der klasse Fußabwehr des Asbeck-Keepers (57.). Inmitten dieser Drangphase fiel dann plötzlich das Tor auf der anderen Seite. Borgi wollte einen langen Ball rausschlagen, trat dabei in den Boden und so kullerte der Ball zum einschussbereiten Asbecker rüber (61.). Ohne Worte! Haben wir denn alle nur noch die Seuche am Hals? Statt auszugleichen oder sogar 3:2 in Führung zu liegen, waren wir nun wieder aussichtlos 1:3 hinten. Glück scheinen wir im Moment nur noch zu haben, wenn wir es nicht mehr brauchen, denn wie der Asbecker Schuss vom Innenpfosten noch ins Toraus kullerte, können selbst Physik-Genies nicht vernünftig erklären (73.). Crone hätte mit einem Schuss aus halblinker Position den Anschluss herstellen können, doch auch diesmal behielt der Keeper die Oberhand (74.). In der Schlussviertelstunde mussten wir natürlich das Risiko erhöhen, wodurch Germania Platz zum Kontern bekamen. Der pfeilschnelle Asbecker Top-Stürmer, der locker zwei Ligen höher spielen könnte, war dadurch für unsere Viererkette nicht mehr zu verteidigen und erzielte einen lupenreinen Hattrick zum 4:1 (75.), 5:1 (83.) und 6:1 (85.).
Der Sieg der Asbecker ist natürlich verdient, weil sie schlicht und ergreifend besser sind als wir und deutlich mehr individuelle Qualität auf den Platz bringen konnten. Das Ergebnis ist jedoch mindestens um zwei oder drei Tore zu deutlich ausgefallen. Gerade in der Phase zwischen den beiden Trinkpausen (Minute 25-70) haben wir ein bärenstarkes Spiel abgeliefert, waren mindestens gleichwertig und drauf und dran das Spiel zu drehen. Es passt irgendwo zur aktuellen Gesamtsituation des Vereins, dass wir unsere eigenen Riesenchancen mal wieder liegen lassen und stattdessen solche Witz-Tore wie das 0:1 und das 1:3 schlucken müssen. Da ist es angesichts solcher Nackenschläge nur allzu menschlich, wenn dann in der Schlussphase die Köpfe nach unten gehen und am Ende dieses miese Ergebnis dabei rauskommt.
Kommenden Sonntag ist mal wieder Zeit für ein Derby. Zu Gast ist SpVgg Vreden III. Im Hinspiel gegen die Spielvereinigung hatten wir einen absoluten Sahnetag und konnten beim völlig überraschenden 2:1-Sieg unseren bisher größten Erfolg in der Kreisliga C feiern. Bis heute ist das unser einziger Sieg gegen ein Team aus den aktuellen Top 10 der Tabelle. Der Tabellendritte könnte sogar noch um die Meisterschaft spielen, wenn sie sich nicht gegen uns blamiert hätten. SpVgg ist gerade richtig gut drauf, führt die Rückrundentabelle an und geht trotz des Hinspiel-Ergebnisses als haushoher Favorit in die Partie. Anstoß ist um 13 Uhr am Sportplatz.
 
Germania Asbeck – SF Ammeloe II   6:1
Tore: 1:0 Schmeddes (9.), 2:0 Reers (19.), 2:1 Crone (32.), 3:1 Krechting (61.), 4:1 Reers (75.), 5:1 Reers (83.), 6:1 Reers (85.)
Aufstellung: M. Nagenborg – Schepers, Schmäing, C. Niestegge, Tenspolde – S. Nagenborg, Ostendorf, Wißing, S. Wantia, D. Niestegge – Göring
Wechselspieler: Crone, Völkering, H. Temmink
 
Verfasser: Chris Tenspolde

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